Wie ich arbeite

Nicht nur darüber nachdenken. Wahrnehmen, was tatsächlich geschieht.

Achtsamkeit ist für mich kein Modezusatz und keine reine Entspannungsmethode. Sie hilft, innere Zustände, automatische Muster und ihre Wirkung auf Wahrnehmung, Verhalten und Entscheidungen genauer zu erkennen.

Achtsamkeitsbasiert und systemisch

Das Denken bleibt wichtig. Es bleibt nur nicht allein.

Im Coaching arbeiten wir selbstverständlich mit Sprache, Gedanken und rationaler Reflexion. Gleichzeitig können Emotionen, Körperempfindungen, Intuition, Bewegung und räumliches Erleben Informationen zugänglich machen, die im bisherigen Nachdenken verborgen geblieben sind.

Je nach Mensch und Anliegen arbeiten wir im Gespräch, mit Bildern, Gegenständen, Naturmaterialien, inneren Vorstellungen oder räumlichen Positionen. Nicht jede Methode passt zu jedem Menschen. Die Methode folgt dem Menschen und seinem Anliegen – nicht umgekehrt.

Philip Collette in einer Coachingsituation mit einer Klientin

Anonymisierte Praxisgeschichte

Sechs Lösungen – und keine Entscheidung

Ausgangslage:
Ein Berufsmusiker befand sich in einer akuten Belastungssituation. Mindestens sechs mögliche Wege waren bekannt. Eine Entscheidung blieb dennoch über längere Zeit offen.

Wir legten das Anliegen und die sechs Möglichkeiten mit Bildkarten, Texten, Naturmaterialien und Gegenständen räumlich aus. In einer späteren Sitzung stellte sich der Klient körperlich auf eine der Lösungen. Die übrigen Möglichkeiten wurden abgedeckt.

Von dieser Position aus betrachtete er sein Leben zwei Jahre nach der angenommenen Entscheidung. Als wir einen wichtigen Aspekt seines Lebens einbezogen, sprang er spontan von der Position herunter. Er beschrieb starken Druck auf den Schultern und das Gefühl, keine Luft zu bekommen.

Die körperliche Reaktion entschied nicht für ihn. Sie lieferte jedoch eine Information, die im rationalen Abwägen bisher nicht zugänglich gewesen war: Diese vernünftig wirkende Möglichkeit fühlte sich für ihn nicht stimmig an.

Zu Beginn hatte ich außerdem offen angesprochen, dass Coaching an eine Grenze kommen könnte, falls sich die Belastung in Richtung einer psychischen Erkrankung entwickelt. Wir vereinbarten klare gegenseitige Rückmeldung und die Bereitschaft, bei Bedarf einen anderen fachlichen Rahmen zu wählen.

Ich gebe keine Lösung vor. Ich gestalte einen Rahmen, in dem ein Mensch seine eigene wahrnehmen kann.

Orientierungsrahmen

Von dem, was gerade da ist, zu einer eigenen nächsten Richtung.

Ein Coachingprozess ist kein Freestyle. Er folgt einer klaren Struktur, bleibt aber offen für das, was sich im Prozess zeigt.

Einen möglichen Prozess zum Thema Resilienz möchte ich hier als eines von mehreren Beispielen kurz skizzieren. Er ist kein festes Programm und keine Checkliste. Er hilft dabei, unterschiedliche Ebenen eines Anliegens im Blick zu behalten.

  1. Wahrnehmen, was gerade da ist – auch Widerstand, Verzweiflung oder Hilflosigkeit.
  2. Unterscheiden, was beeinflussbar ist und was angenommen werden darf.
  3. Zuversicht, Ressourcen und frühere Stärken wieder zugänglich machen.
  4. Eigene Handlungsmöglichkeiten und Selbstwirksamkeit erkennen.
  5. Beziehungen, Bindungen und das persönliche Netzwerk betrachten.
  6. Eine mögliche Zukunft entwickeln und den eigenen Weg reflektieren.

Rollen im Prozess

Du bleibst Expertin oder Experte für dein Leben.

Ich höre zu, stelle Fragen, mache Zusammenhänge sichtbar und entwickle passende Einladungen zum Wahrnehmen und Erproben.

Meine Verantwortung liegt im Rahmen, in professioneller Klarheit und darin, Überforderung oder Grenzen anzusprechen. Die Bedeutung einer Erfahrung und die Entscheidung über deinen eigenen Weg bleiben bei dir.

Persönlicher Kontakt

Vielleicht hilft ein Blick von außen.

Ruf mich an oder schreib mir. In einem ersten Gespräch klären wir, worum es geht und ob meine Art zu arbeiten zu deinem Anliegen passt.